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Ich bin Noah Eliyas – Producer, Filmemacher, Designer, VFX-Artist und Veranstalter aus Frankfurt am Main.

 

Ich denke alles als zusammenhängende Sprache: Sound, Bild, Design, Raum. Wenn du in eine neue Stadt kommst, siehst du ihre Architektur und Farben, du hörst die Geräusche und Stimmen, du riechst die Luft und nimmst Lichtstimmungen wahr. Genau so soll auch meine Arbeit funktionieren: als ein Universum, das man sehen und hören kann – und das sich wie eine echte Erinnerung anfühlt.

 

So wie Star Trek über verschiedene Serien, Filme und Zeitlinien hinweg in einem konsistenten Universum spielt, gehört auch meine Kunst immer in denselben Kosmos. Wenn ich für einen Rapper produziere und das Musikvideo drehe, ist das Teil derselben Welt wie das Cover für einen Funktrack, den ich alleine release.

 

Mein Fundament liegt in Funk und Soul, besonders in der Ära 1970 bis 1989. Ich bin damit groß geworden – durch die Plattensammlung meines Vaters und durch frühe Zeit im Studio. Aber nicht nur die Musik hat mich geprägt: Auch die Produktionen meines Vaters haben mein Verständnis dafür geformt, was ästhetische, coole Konzeptmusik ist. Wie Arrangements wirken, wie Sounddesign Charakter bekommt, wie ein Song eine eigene Welt aufmacht – dieses Denken ist für mich früh normal geworden und prägt bis heute, wie ich Musik wahrnehme und baue. Diese Wärme, diese Textur, dieser Groove sind bis heute mein Maßstab. In einer Zeit, in der vieles immer digitaler und schneller wird, entscheide ich mich bewusst für Handschrift, Charakter und Atmosphäre.

 

Mit 17 habe ich mein erstes Fotobuch gemacht: „Kunst der Heimat“. Dafür bin ich durch Frankfurt gelaufen und habe Architektur- und Streetfotografie gemacht – Soul und Funk auf den Kopfhörern. Rückblickend war das der Anfang von dem, was ich bis heute lebe: Architektur, Musik und Lichtstimmung zusammenzudenken und daraus eine eigene Bildsprache zu bauen.

 

Mein Prozess beginnt immer mit einem Gefühl. Dieses Gefühl wird von mir als Produzent aufgegriffen und in Musik übersetzt. Dann vergleiche ich die Musik wieder mit dem Ursprung, bis sie das gleiche innere Bild trägt. Aus diesem Abgleich entsteht das Video. Auch das Video wird wieder gegen das Gefühl geprüft: Stimmung, Licht, Bewegung, Timing. Erst wenn alles mit dem Gefühl übereinstimmt, ist es für mich ein Gesamtprodukt.

 

Dieser Weg ist oft einsam. Ich habe selten das Gefühl, wirklich verstanden zu werden. Vieles entsteht komplett in meinem Kopf und in langen, stillen Phasen. Manchmal schauen ein oder zwei Menschen kurz hinein, manchmal gibt es für einen Moment Resonanz – aber im Kern trage ich diese Welt meistens alleine. Genau deshalb ist mir die Symbiose aus allem so wichtig: nicht nur ein Song, nicht nur ein Video, nicht nur Design, sondern eine Welt, die in sich stimmig ist.

 

Am Ende ist es für mich immer das Gleiche – egal, ob ich morgens mein Outfit zusammenstelle und Hose, Jackett und Krawatte so kombiniere, dass Kontraste, Eleganz und eine bestimmte Stimmung entstehen, oder ob ich im Studio an einem Track arbeite. Es ist derselbe Blick: Entscheidungen für Spannung, Balance, Geschmack und Vibe. Genau das versuche ich musikalisch und visuell umzusetzen. Ich lebe wirklich dafür, jeden Tag.

 

Ich bin dabei noch nicht am Ziel. Häufig erreiche ich bei meinen Arbeiten für mich selbst erst etwa 80 bis 85 Prozent von dem, was ich eigentlich im Kopf habe. Dennoch strebe ich nach mehr und treibe diese Zahl konsequent nach oben – bis das, was ich fühle, auch exakt so ankommt, wie ich es sehe.

 

Und genau an diesem Punkt frage ich mich auch immer wieder, ob Frankfurt gerade die richtige Stadt für mich ist. Mein Ziel ist klar: Entweder ich verändere Frankfurt mit – oder, wenn es nicht klappt, muss ich weggehen. So wie es ist, kann es gerade nicht bleiben. Ich träume von einem Space, an dem Musiker und Kreative sich treffen, austauschen und gemeinsam Projekte umsetzen können – ein Ort, an dem Kultur nicht nur stattfindet, sondern wächst.

 

Ich vergleiche das oft mit der Rap-Szene in L.A. Ende der 80er bis in die 90er: Da gab es einen Sound der Stadt, und viele haben mitgeholfen, ihn zu formen – bis die ganze Welt ihn kannte. G-Funk ist für mich nicht nur ein Genre, sondern ein Konzept: verschiedene Camps, verschiedene Charaktere, teilweise Gegensätze – und trotzdem war es am Ende ein gemeinsames Gefühl, eine gemeinsame Signatur. Selbst wenn man gegeneinander war, hat man sich darauf geeinigt, die Stadt zu repräsentieren und etwas zu bauen, das größer ist als einzelne Namen.

 

Genau diese Idee suche ich für Frankfurt Eine Szene, die sich trifft, zusammenarbeitet und einen Sound und eine Ästhetik erschafft, die man irgendwann sofort mit dieser Stadt verbindet. Wenn ich das hier nicht möglich machen kann, muss ich dorthin, wo es möglich ist.

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